Lebensdaten

  • 1929 Ruth Pfau wird als vierte von fünf Töchtern in Leipzig geboren
  • 1949 Übersiedlung nach Westdeutschland und Beginn des Medizinstudiums in Mainz, später Fortsetzung in Marburg
  • 1953 Taufe in der evan­ge­li­schen Studentengemeinde Mainz
  • 1956 Medizinisches Staatsexamen
  • 1957 Eintritt in den Orden der „Töchter vom Herzen Mariä“
  • 1958 Internistische Fachausbildung in Köln
  • 1959 Gynäkologische und geburts­hilf­liche Weiterbildung in Bonn
  • 1960 Ausreise nach Karachi – Beginn der offi­zi­ellen Lehrgänge für Leprahelfer
  • 1961 Beginn der bis heute dauernden Unterstützung durch
  • die DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V.
  • 1963 Umzug ins Krankenhaus Marie-Adelaide-Leprosy-Centre (MALC) in Karachi
  • 1965 Beginn der Lehrgänge für Lepra-Assistenten
  • 1969 Pakistanischer Orden Sitara-i-Quaid-i-Azam
  • 1978 Großes Bundesverdienstkreuz, zugleich Verleihung des höchsten pakis­ta­ni­schen Zivilordens
  • 1979 Ernennung zur natio­nalen Beraterin im Rang einer Staatssekretärin für das Lepra- und TB-Kontollprogramm für die pakis­ta­nische Regierung
  • 1980 Erste Einreise nach Afghanistan zum Aufbau eines Gesundheitsdienstes
  • 1985 25-jähriges Arbeitsjubiläum, Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern
  • 1988 Ernennung zur Ehrenbürgerin Pakistans
  • 1989 Verleihung des Ordens Hilal-i-Pakistani
  • 1991 Verleihung des Damien Dutton Award, der höchsten Auszeichnung für das Engagement in der Lepraarbeit
  • 1995 Hoher Staatsbesuch in Karachi: Christiane Herzog, die Frau des dama­ligen Bundespräsidenten zeigt sich bei ihrem Besuch im Marie Adelaide Hospital tief beein­druckt vom Lebenswerk Ruth Pfaus.
  • 1996 Ein Meilenstein in der Geschichte der Leprabekämpfung: die Zahl der Neuerkrankungen befindet sich auf einem histo­ri­schen Tiefstand, erstmals ist die Lepra in Pakistan unter Kontrolle.
  • 1996 Gründung der Ruth-Pfau-Stiftung durch die DAHW
  • 1997 Die Ruth-Pfau-Stiftung wird im Friedenssaal des histo­ri­schen Rathauses von Münster (Westf.) festlich eröffnet. Sie dient der lang­fris­tigen Sicherung der Arbeit von Ruth Pfau
  • 1999 feierte Frau Dr. Pfau ihren 70. Geburtstag
  • 2001 In 40 Jahren förderte die DAHW die Hilfsprogramme mit rund 23 Millionen Euro
  • 2002 Ruth Pfau kommt nach 1993 und 2000 zu ihrer dritten Vortragsreise unter dem Motto „Aus Liebe zu den Menschen“ nach Deutschland
  • 2002 Verleihung des Ramon Magsaysay Award, Philippinen
  • 2003 Erste Trägerin des mit 50.000 Euro dotierten ITZEL-Preises
  • 2004 Ruth Pfau erhält die Albert-Schweitzer-Medaille in Gold
  • 2004 Life-time Achievement Award, über­reicht durch den Rotary Club of Karachi
  • 2004 Honorary Degree of Doctor of Science (D.Sc.), über­reicht durch die Aga Khan University
  • 2005 Ruth Pfau wird mit dem „Marion Dönhoff Preis“ geehrt
  • 2005 Engagement in der Erdbebenhilfe
  • 2006 Life-time Achievement Award from the President of Pakistan
  • 2006 Woman of the Year 2006 Award by CityFM89
  • 2010 Unermüdlicher Einsatz in der Flutopferhilfe
  • 2011 „Nishan-i-Quaid-i-Azam“-Award, über­reicht durch den Präsidenten von Pakistan
  • 2012 Ehrung mit dem jährlich in Deutschland verlie­henen Medien- und Fernsehpreis Bambi, Kategorie: Stille Helden
  • 2014 Ehrung mit dem Klaus-Hemmerle-Preis
  • 2014 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg i. Br.
  • 2017 Dr. Ruth Pfau stirbt am Morgen des 10. August im Aga Khan University Hospital in Karachi, Pakistan

Dr. Ruth Pfau war auch mit über 85 Jahren noch täglich im Einsatz. Sorgen um die Zukunft ihres Projektes machte sie sich nicht mehr.

Als ihren größten Verdienst beschrieb sie, dass sie es geschafft habe, mit Mervyn Lobo, dem heutigen Geschäftsführer des Marie Adelaide Leprosy Centers (MALC), den idealen Nachfolger gefunden zu haben.

Er hatte sie über Jahre im ganzen Land begleitet, kennt die Arbeit wie kaum ein anderer und führt das MALC in ihrem Sinne, mit großem Geschick und mit der notwen­digen Empathie für die Menschen. Denn dies steht im Vordergrund, bei allem was Ruth Pfau und ihr Team getan haben und tun.

Mervyn Lobo und ein hoch­mo­ti­viertes Team aus pakis­ta­ni­schen Frauen und Männern setzen sich nach wie vor mit ganzer Kraft für eine bessere Zukunft der Menschen in Pakistan ein, ganz im Sinne von Dr. Ruth Pfau.

LESETIPPS

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Lesetipp: „Leben ist anders“
 
 

BERICHTE

Neues aus Pakistan und aus den Netzwerken in Deutschland...

Dr. Ruth Pfau

...können Sie hier im Überblick finden.

Ruth Pfau, Lepraärztin und Ordensfrau, kennt Pakistan wie kaum ein anderer Europäer. 

Sie hat dort seit mehr als fünfzig Jahren nach Kranken gesucht und erfolg­reich Hilfe geleistet.

 
 

ÜBER UNS

Durch die Ruth-Pfau-Stiftung hat die von der DAHW finan­zierte Lepra- und Tuberkulosehilfe in Pakistan ein weiteres Standbein erhalten. 

Stiftungsurkunde

Es ist der Wille der Namensgeberin, mit dieser Stiftung die über Jahrzehnte aufge­baute Arbeit in Pakistan zu sichern.

 
 

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