Adieu, Rupert Neudeck

10.06.2016

Am 31. Mai 2016 starb der langjährige Gesprächspartner und Freund von Dr. Ruth Pfau.

2014: Begegnungen in Köln 
2014: Begegnungen in Köln

Zuletzt waren sie gemeinsam bei einer großen öffentlichen Veranstaltung am 22. Mai 2014 im Kölner Funkhaus des WDR als Podiumsteilnehmer zu sehen. 

Dort sprachen sie auch ausführlich mit vielen Menschen, die erkennbar ihretwegen gekommen waren, und signierten ihre aktuellen Bücher. 

Beide waren jesuitisch geprägt und gingen unterschiedliche Wege mit starken Gemeinsamkeiten, insbesondere in ihrer jeweiligen Arbeit für Geflüchtete.

Gegenseitige Wertschätzung

Rupert Neudeck über Dr. Ruth Pfau in „Die Zeit“ vom 25. Februar 2010:

„Alles, was und wie sie es macht, ist ein ‚Unterlaufen’ der Schwierigkeiten. Sie ‚spielt’ mit ihren Mitarbeitern den ‚Sauerteig, von dem das Evangelium spricht’. Sie weiß um die Gefährdungen des ‚Projektes Pakistan’, weil sie das Land bis in die hintersten Winkel kennt, bis in das pakistanische Kaschmir hinein. Muslime verneigen sich tief vor dieser Frau, auch weil sie noch etwas kennt, was den Muslimen eine existenzielle Tatsache ist: den Glauben.“  Quelle

Dr. Ruth Pfau in ihrem Kondolenzschreiben vom 2. Juni 2016 per Mail aus Karachi:

Ich habe die Nachricht (vom Tode Rupert Neudecks) von allen meinen Freunden in Deutschland bekommen, immer mit dem Zusatz ,Wir wissen, dass Ihr Euch sehr nahe gestanden habt'.

Die unerwartete Nachricht hat mich zutiefst betroffen. 

Es stimmt, wir haben uns gut verstanden, wir waren auf der gleichen Wellenlänge, wir hatten keine Schwierigkeiten, uns in den wichtigen Dingen im Leben zu verstehen. Was nicht bedeutet, dass wir nicht oft anderer Meinung waren. 

Ich habe nicht viele Freunde gehabt. Rupert Neudeck war einer von ihnen. 

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Lesetipp: „Leben ist anders“
 
 

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Ruth Pfau, Lepraärztin und Ordensfrau, kennt Pakistan wie kaum ein anderer Europäer. 

Sie hat dort seit mehr als fünfzig Jahren nach Kranken gesucht und erfolg­reich Hilfe geleistet.

 
 

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